Posts mit dem Label das Leben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label das Leben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Mai 2013

Kläglich gescheitert oder - Vom verschenken von Gefühlen anstatt sie zu investieren

Was manchmal wunderbar beginnt endet manches Mal sehr seltsam. Beim erneuten Versuch Gefühle zu verschenken anstatt sie zu investieren und auf Gegenleistung zu warten bin ich wieder mal mit voller Wucht und ohne Bremspedal gegen die Wand gefahren. Das Gute daran ist, je öfter es passiert desto weniger tut es weh. Man härtet ab. Trotzdem kann man erst schreien wenn es bereits weh tut. Ich habe versucht so eine Art Alarm-System zu entwickeln was leider ebenfalls kläglich versagt hat. 

Leider nutzt dann vom Gegenüber die Frage was ist los auch nichts mehr. Denn wenn ich sagen würde was ich denke würde man mich für verrückt erklären. Und letzten Endes hat man Angst vor der Antwort, davor wieder abgelehnt zu werden, sich selber einzugestehen, dass man sich wieder einmal, vor allem in sich selbst, getäuscht hat.

Ich war mir so sicher ich kann das auch ohne Erwartung. Aber wenn man mir dann mehr oder weniger direkt sagt, dass man eben gerade eine Wahl von vielen ist, dass man noch andere trifft. Wenn man erst so viel Gutes und dann sowas hört, dann ist es ein Schmerz der sehr schwer zu beschreiben ist. Ein Schmerz der einen genau so unerwartet trifft wie die Liebe. Und man weiß in Millisekunden, dass man es wieder nicht geschafft hat und könnte sich zum hundertsten Mal in den Allerwertesten beißen um dann festzustellen dass man sich wieder nur über sich selbst ärgert, weil das Herz dicht macht, wenn ich weiß ich bin irgendeine Wahl. Und vielleicht weil ich genau dann spüre, dass ich noch lange nicht da bin wo ich hin möchte. Nämlich Gefühle zu verschenken anstatt sie zu investieren und auf Zinsen zu hoffen.

Also habe ich heute versucht meinen Glauben wieder zu finden. Ich mein ja ich glaube dass da irgendwas ist was mir zeigen will....mach doch mal Deinen Mund auf und lerne über Gefühle zu reden. Glaube wieder denn sonst würden nicht solche Menschen in mein Leben spazieren. Ich kann es nur nicht. Das Einzige was passiert ist, dass Tränen kommen, wenn es zu viel wird. Wenn es so viel ist, dass das Herz es nicht mehr aushält. Es ist zu spät Gefühle auszuschalten wenn man bereits auf der Wand aufgeschlagen hat und das Airbag-System versagt hat.

Meine Freunde sagen Du bist verrückt, wie kannst Du so gutmütig sein wie kannst Du für jemanden da sein der nicht das selbe für Dich empfindet. Ich sage, ich weiß es doch gar nicht, weil meine eigene Angst nicht zulässt zu fragen. Vielleicht auch weil ich in der Lage bin Sachen zu spüren die Andere nicht spüren. Weil ich vielleicht ahne, dass ich nicht reden brauche. Vielleicht auch weil man nicht sagen kann "lieb mich! Jetzt!". Vielleicht weil man trotzdem ein guter Mensch sein will. Vielleicht weil das Gegenüber gar nicht weiß, was es da macht und vielleicht, weil es doch möglich ist zu lieben ohne Gegenliebe zu erwarten. Weil es vielleicht sogar doch möglich ist mehrere Menschen zu lieben. Jeden auf seine eigene, besondere Art und Weise. - Es ist verrückt, dass ich das schreibe, ein wenig. Und genauso unglaublich ist es wenn ich jetzt schreibe es fühlt sich aber stimmig an. Noch wackelig und seltsam, aber stimmig. Und es wird besser von mal zu  mal und irgendwann, kann man vielleicht Gefühle verschenken und dankbar sein dafür, dass man lieben kann. - Jetzt sind es Bruchteile von Minuten in denen das so ist. Aber es wird besser. Und vielleicht ist es das, was ich im Moment lernen soll.

Ich bin selber verantwortlich für mein Leben, für meine Gefühle für meine Gedanken und für mein Glück oder Unglück. Es ist nicht mein Sinn andere dafür verantwortlich zu machen. Wenn ich  mich verletzt fühle weil ich jetzt auf der Wand klebe dann sollte ich mir an die eigenen Nase fassen.

Man kann sich nicht aussuchen in wen und wann man sich verliebt aber ich glaube auch nicht mehr an Zufälle. Und mein Glauben? Schwierig, denn wie soll man noch glauben können wenn man ständig Schiffbruch erleidet?

Also bleibe ich gutmütig, gebe Raum für vieles und lasse Menschen in mein Leben die mich verletzen ohne dass sie es merken weil sie diesen Raum brauchen, für eine kurze Zeit um sich auszuruhen, wie ein Wanderer auf einer langen Reise.... "Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung." Römer 13.10. (ja ja, ich kann es noch....Wanderer müssen ja nicht alles wissen...über mich :-) )

Nichts desto trotz, bleibt da auch noch ein Spruch den ich von einem sehr guten Freund habe:

Eine Empfindung oder ein Gefühl entsteht, kommt und vergeht. Und Achtsamkeit befähigt uns im Kommen und Gehen der  Gefühle gelassen zu bleiben 
(Thich Nhat Hanh)




Dienstag, 19. März 2013

Cavos Stuttgart oder das Burnoutzentrum für Stuttgarts Manager

neulich, an einem Freitag Abend, hatte ich die Ehre zu Gast im Taverna Cavos in Stuttgart zu sein. Das griechisches Restaurant ist derzeit eine der angesagtesten Locations in Stuttgart was auch eine entsprechend lange Wartezeit auf einen Platz mit sich bringt. Da ich eingeladen war brauchte ich keine Warteliste und wartete gespannt auf das, was da kommen mag.

Die Plätze werden im Cavos in zwei Etappen vergeben. Man muss bei der zweiten Etappe dabei sein um bei fortgeschrittener Stunde bei Sirtaki-Pop und Ouzo richtig abzutanzen, denn nach dem Essen werden die Tische zur Tanzfläche!  

Nach einem Begrüßungssekt, den man sich unten am Empfang mit gefühlten 100 anderen Leuten teilt und dabei auch halb tot gedrückt wird, wartet man auf den Tisch. Ist dieser frei wird man von einem der Kellner oder einer netten Kellnerin dorthin begleitet. Das Essen schmeckt vorzüglich, es geht flott und die Getränke Empfehlung vom Kellner passt, was mich sehr verwundert bei der Menge an Leuten die sie da durch den Abend schleusen. Das Preisleistungsverhältnis ist durchaus akzeptabel, der Lärmpegel während dem Essen ist leider etwas hoch da alles offen ist. Die Einrichtung ist einfach aber schön. Der Service schnell und zuvorkommend.

Alles nett bis daher, wären da nicht diese seltsamen Menschen um einen herum. Ohne Highheels trotz Schnee und Markenklamotten geht gar nichts. Ich komme mir in meinem Orsay-Billig-Kleid und Stiefel vor als wäre ich im falschen Film. Scheint zwar niemand zu bemerken dass es kein Prada ist und ich behaupte es sah auch besser aus als manch Prada Kleid, aber gut.  Und nein ich zieh im Winter keine Pumps an, basta! Außerdem war ich noch nie beim Schönheitschirurgen und auch eine Botox Behandlung habe ich bisher auch ausgelassen. Auch ist mein Dad kein reicher Unternehmer und nein ich stehe auch nicht auf Manager über 50. - Und ja ich hab mich am eigenen Tisch schon nicht wohl gefühlt weil Geld für mich nunmal einfach nicht das Wichtigste ist.

Sobald das Essen dann vorbei ist werden Unmengen an Servietten ausgeteilt. Dann geht die Show los und zum Sirtaki Pop werden die Servietten durch die Gegend geschmissen. Ich habe den Sinn dahinter leider nicht verstanden. Das was ich gesehen habe waren Stuttgarts gestresste Manager und verzogene Elite-Kinder. Die Manger konnten endlich ihren Burn-Out-Stress abbauen und die Elite-Kinder ihrem ADHS-Bewegungsdrang nachkommen. Unglaublich! - Unmengen an Champus, Sekt und Ouzo gehen über die Tische auf denen nun die Frauen tanzen als hätten sie es nötig ihren Körper zu verkaufen. Was nebenbei an Drogen und K.O.-Tropfen verteilt wird kann man der örtlichen Presse entnehmen. Für mich hat das mit Party nichts mehr zu tun. Das sind Menschen die mit dem normalen Alltag überfordert sind und hier für Geld den Stress abbauen.

Da wundert mich die aktuelle Ritalin und Psychopharmaka-Statistik nicht mehr!

Nun ja, jedem das Seine. Ich ziehe eine Party mit guter Musik, netter Begeleitung und Unterhaltung einfach vor.

Wie auch immer, gesehen sollte man es einmal haben, sei es um selber Stress abzubauen oder aber um sich zu amüsieren! - Vorstellen kann ich mir durchaus nochmal dort zu essen, aber dann in der ersten Etappe, damit ich rechtzeitig wieder weg bin, wenn das Therapieprogramm los geht!


Ich bin so wütend!

wo um alles in der Welt sind die Männer die noch wissen wie man mit einer Frau umgeht. Die Männer die mitten im Leben stehen und wissen was sie wollen. Die es einfach mal laufen lassen ohne nachzufragen, ohne Angst zu haben?

Ich bin so wütend. Wollte die neue Bekanntschaft doch tatsächlich telefonieren heute Abend, ruft an, geht genau 4 Minuten von denen ich kein Wort verstanden habe weil so viel Lärm im Hintergrund ist und dann kommt: "schönen Abend noch bis bald!" - Ich bin so stinkesauer! Wenn ich keine Zeit habe zum Telefonieren dann lässt man es. Man sagt Du keine Zeit, keine Lust was auch immer, aber doch nicht so.

Ich bin echt so wütend. Ich habe keine Lust auf sowas, das hab ich gerade vom Bauch heraus entschieden. Und ich hab auch keine Lust noch eine Flasche Wein zu investieren für einen netten Abend und ich hab auch keine Lust mich überhaupt von irgendwas abhängig zu machen.

Und ich habe auch keine Lust mich auf nen Termin zu freuen der dann nicht stattfindet. Oder zu warten weil man mir sagt ich melde mich morgen. Mich kotzt das an. Ich hab das immer alles so mitgemacht, jedes Mal wenn ich jemanden kennen gelernt habe und bei einem Menschen bis heute. Aber es reicht jetzt. Ein für alle Mal! - Ich bin ich und ich bin es Wert, dass man mir so zuhört wie ich zuhöre. Ich bin es Wert dass man Zeit für mich aufbringt und ich bin es Wert geachtet zu werden.

Ich melde mich bei gar niemandem mehr. Wenn jemand was will dann werden Diejenigen schon wissen wo ich zu finden bin. Wenn jemand Lust hat mich zu sehen oder wie auch immer dann soll das so sein und wer nicht will der hat schon. Für blöd kann ich mich selber verkaufen. Ich bin es leid immer und immer wieder alles genau gleichfalsch zu machen. - STOP! Diesmal läuft es anders. - Weil ich es so will! Und ich will es anders, ich will es komplett und schön und ich will es mit Liebe und Respekt und ich will es ehrlich!





Montag, 31. Dezember 2012

Von guten Mächten...

Tja, die vorletzte Nacht des Jahres habe ich nicht alleine verbracht. Ungeplant habe ich diese in den Armen eine Mannes verbracht und ich muss sagen, ich habe gelernt den Moment zu genießen. Ich habe diesen Abend gestern so sehr genossen und in mich aufgenommen wie ich das bisher sehr sehr selten gemacht habe. Wenn ich ehrlich bin weiß ich gar nicht weshalb. Weshalb ich immer und ständig Rücksicht nehme auf andere, es anderen versuche Recht zu machen. Es ist wirklich unglaublich was für eine Henne ich bin.  Unabhängig davon ob sich etwas daraus entwickelt oder nicht habe ich diesen Moment genossen. Einfach nur mal nehmen und genießen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, sich ganz hingeben ohne Angst zu haben ständig und immer wieder verletzt zu werden. Einfach den Moment erleben und wissen, alles ist gut. In den Arm genommen werden und einfach sein dürfen, so wie man ist. Weinen dürfen, weil man glücklich ist. Dankbar sein dafür, dass man so sein darf.

So gut wie dieses Jahr ging noch nie ein Jahr zu Ende. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern.

Für 2013 bin ich dankbar für Freunde, wirkliche Freunde, einen Freundeskreis auf den ich mich verlassen kann. Ich bin dankbar für einen Job der mir Spass macht und ich bin dankbar für jede Minute in der ich gesund und zufrieden bin. Dankbar für  Liebe und Freude und für die Reisen die ich unternehmen werde. - Alles wird so sein wie ich es mir denke....denn wir werden was wir denken!

Ich wünsche Euch für 2013 alles Gute!




Samstag, 3. November 2012

Ansichtssache...

ich weiß nicht, was es ist, was uns dazu bringt, dass wir manche Menschen vom ersten Augenblick an nicht leiden können und bei anderen erscheint es uns, als berühren sie unser Herz. Es ist so seltsam, dass zwei Menschen sich nicht verstehen und man sich als Außenstehender mit einem der beiden so gut versteht, dass man den Anderen der beiden nicht verstehen kann.

Ich weiß nicht, was es ist, dass man sich mit manchen Menschen so gut versteht und mit anderen niemals auf einen gemeinsamen Nenner kommt.

Ich habe mich gefreut, gestern Abend, aber mehr über den überraschenden Besuch. Der so ungeplant war. Aber was ist schon planbar im Leben?  Es ist schön, wenn jemand Deine Wohnung betritt und Du hast das Gefühl es wird ein Stück heller im Raum. Es ist schön mit jemandem einfach nur Arm in Arm auf dem Sofa zu liegen, über Gott und die Welt zu reden und dann einfach nur gemeinsam zu schweigen.

Wenn ich die Quanten dieser Welt beeinflussen könnte, ich würde mir wünschen, dass alles gut wird und dass man einfach nur das tut, was das Herz sagt. -Ohne die Erwartung, dass es auf Gegenseitigkeit beruht.- nun ja ich bin gespannt, wie lange ich noch gegen die Wand fahren werde :-)

Change!





Montag, 20. August 2012

Über das Vergessen...

„Vergessensforscher lehren uns nun, dass Vergänglichkeit auch Vorteile bringt: Wer Unnützes umgehend wieder loslässt, reserviert Speicherplatz für Wichtiges. „Die Fähigkeit, vergessen zu können“, sagt der Göttinger Entwicklungspsychologe Marcus Hasselhorn, „ist eine essenzielle Grundfunktion des menschlichen Gedächtnisses.“

Ich hätte nie gedacht, dass der Tag kommt, an welchem man anfängt zu vergessen. Tage, an denen man anfängt Dinge zu suchen, die einem Tag täglich durch den Kopf gingen. Man findet sie nicht mehr, weil sie schlichtweg nicht mehr da sind.

Warum wieso weshalb? Keine Ahnung, vielleicht weil man manchen Dingen ins Auge gesehen hat und gelernt hat keine Angst zu haben. Weil man sich mit den Dingen die einen Tag täglich beschäftigt haben auseinander gesetzt hat und siehe da, auf einmal sind sie weg. Einfach so. Was bleibt, ist eine schöne Erinnerung die auch gerne bleiben kann.

Es fiel mir das erste Mal auf als ich mitten in der Nacht aufgewacht bin und den Gedanken hatte, he Du hast aber schon lange nicht mehr nachgedacht was das und das macht und was der oder jener Mensch macht. Und so ging es immer weiter und zu guter Letzt musste ich feststellen, dass ich es vergessen habe, vergessen habe an jemanden zu denken oder an etwas was passiert ist.

Es ist in genau diesem Moment passiert, als ich alles für mich  geklärt hab, als ich für mich stimmig die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Als ich mit meinem Innen und Außen stimmig war. Als ich es nicht mehr erzwingen wollte. Da war es auf einmal weg, das Erinnern und das sich damit beschäftigen wollen.

Vielleicht ist das Zitat „ Wenn es zu Ende ist ist alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende“ doch in sich stimmig. Denn wenn man Entscheidungen trifft, die vom Kopf her kommen und nicht vom Herzen, dann kann man auf dieses Grundzufriedenheit sehr lange warten. Dann sitzt man nämlich da und sagt sich, aber ich hab doch was gemacht, was geändert und trotzdem beschäftigt mich immer noch was. Ich denke erst wenn man aufhört Angst zu haben, dann ist alles gut.
Es gibt nichts, vor dem man Angst haben müsste. Das schreibt sich leicht und es ist auch so. Und wenn man das Leben von außen betrachtet und dass man nicht weiß, wo man das nächste verbringt, dann ist es wesentlich angenehmer es einfach zu genießen und sich den Dingen vor denen man noch Angst hat zu stellen. Damit der Kopf frei wird und Platz hat für Kreativität und Genuß.
Und dann herrscht da so eine Stille im Kopf und mit einem Mal stellt sich eine Grundzufriedenheit ein, dass es einem schon manchmal Angst wird. Es ist als ob alles fließt, als ob alles ganz leicht wird, als wäre nichts mehr da, das was einen runterzieht. Es läuft auf einmal alles wie von Zauberhand, als würde eine unsichtbare Person mich bei der Hand nehmen und mir den Weg zeigen, welcher der richtige für mich ist. Man zieht Menschen an die gleich denken und gleich handeln. Man verbringt wieder Abende mit tollen Gesprächen und Rotwein auf der Terrasse, man holt wieder Luft als wenn man schon lange nicht mehr geatmet hätte und man lacht wieder aus tiefstem Herzen. Löffel biegen sich von allein weil die Energie stimmig ist und das Denken macht Dinge möglich die man bis dahin für unmöglich gehalten hat.

Dass der Kopf auf einmal Platz für neues hat ist wunderbar. Und zwar hat er Unmengen an Platz. Und man muss auch noch gar nicht so genau wissen mit was sich dieser Platz füllen wird. Es passiert einfach. Es passiert an einem Tag, an dem man es am wenigsten erwartet. Manchmal ist es ein Messetag im April, manchmal ein Prüfungstag im Mai, manchmal ein Sommertag am Meer oder ein Wintertag auf dem Berg und manchmal auch ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag. In jedem Fall ist es ein Tag an dem man weiß, warum man lebt und dass die Zeit niemals reichen wird. Man will ewig leben und noch viele Löffel biegen und noch ewig Quantensprünge machen. Und man will vor allem eines, sich dessen immer bewußt sein. Und aus „es wird nie aufhören...“ wird ein „es soll nie aufhören!" und man denkt sich es ist wie in einer Achterbahn: immer wieder rauf und runter aber ganz am Ende, da will man nochmal fahren.



Sonntag, 17. Juni 2012

Das Recht sein Leben selbst zu bestimmten

ich werde jetzt mal Böse und zwar richtig bös. Nicht nur meinen Eltern gegenüber, die meinen, mich mit mitte dreißig immer noch wie eine 5 jährige kontrollieren zu müssen nein, auch meinen Freunden gegenüber, bzw. ich weiß eigentlich gar nicht  mehr ob es überhaupt Freunde sind. Ich stelle derzeit alles in Frage, weil ich wirklich wütend bin.

Ich habe einen Teil von Freunden der die letzten Tage wirklich für mich da war, der mir gezeigt hat, dass es gerade in wichtiger Prozess der da gerade stattfindet und dass alles wieder gut werden wird.

Leider ist es aber auch so, dass ein anderer Teil von meinen "Freunden" echt den Vogel abgeschossen hat. Sie erwarten ständig, dass ich mir Ihre Wehwehchen anhöre wenn es Ihnen schlecht geht. Die einen heulen sich bei mir auf dem Sofa über Ihre Beziehung aus und die anderen lästern über Ihre Ehe wie schlimm sie läuft. Leute...schaut Euch Eure Dinge doch mal an die Ihr mir schreibt. Die anderen melden sich seit gut 1,5 Jahren nur noch im Doppelpack weil man ja ohne Partner nix mehr unternehmen kann. -

Ich sag Euch was, ich flipp aus und wenn ich schon dabei bin, dann flippe ich richtig.

Wenn ich jemandem helfe und behandle, dann mache ich das gerne und dann erwarte ich keine Gegenleistung dafür. Ich höre gerne zu das ist alles ok....es ist nicht, dass ich Gegenleistung erwarte, es ist, dass ich gerne soviel Respekt hätte, dass eben jetzt einfach mal der Zeitpunkt ist wo ich nicht mehr Eure Erwartungen erfülle. Weil ich Zeit für mich brauche und ich möchte, dass das respektiert wird. 

Ich bin und war immer für Euch da und das werde ich gerne auch weiterhin sein, ich erwarte nur soviel Respekt, dass wenn es mir mal nicht so gut geht, dass ich dann eben mal keine Zeit habe für Behandlungen oder sonstige habe. Und ich muss auch kein Verständnis haben, wenn man mir ununterbrochen über die Unzufriedenheit der Beziehung erzählt, dass genau dann der Partner auf einmal wieder der Heilige ist und man nicht mal ne Stunde Zeit für nen Kaffee hat.


Weiterhin bin ich genervt von Familienmitgliedern die genau so handeln. Die man seit Ihrer Verlobung nur noch im Doppelpack antrifft. Die ständig darum bitten, dass man QE macht oder sonstiges, dass man Arbeitszeugnisse korrigiert, dass man Arbeitsverträge zur Sicherheit  nochmal durch liest. Die immer wollen, dass man zu Ihnen fährt, die sagen dass sie sich melden und es nie tun: Die mich vollabern mit Ihren hypochondrischen Krankheiten und die mich in irgendwelche Kleider stecken wollen damit Ihre Hochzeit perfekt wird. Ich sage Euch, es ist Eure Hochzeit und nicht meine und nein, ich habe keine Zeit und keine Lust durch die Welt zu fahren für ein dämliches Kleid. Mein Schrank hängt voll mit Kleidern, da wird auch eines für diese Feier gut genug sein. Und wenn nicht, ich muss nicht mit dabei sein bei dieser Feier.

Am Allerschlimmsten bei beiden Gruppen jedoch ist, dass beide mich und andere Freunde als Grund vorschieben, für irgendwelche Dinge um sich bei anderen nicht erklären zu müssen. Sei es privat oder im religiösen Kreis. - Sowas ist erbärmlich! Wie arm muss man sein, wenn man Dinge tut, die man nicht selber verantworten kann?

Nein, ich mache das nicht mehr mit. Immer wieder höre ich mir Eure Unzufriedenheit an im Leben und ich machs ja gerne. Nur hab ich im Moment einfach eine eigene Baustelle und keine Zeit für Euch und Eure Wehwehchen. Die habe ich wieder wenn ich Zeit dafür haben will und wann das ist, das entscheide ganz allein ich!

Arbeitet Euch zu Tode, seid unglücklich in Euren Beziehungen und in Euren Ehen. Ärgert Euch über nicht erreichte Ziele und denkt weiterhin man kann im Leben immer nur nehmen. Reist um die Welt und denkt da wird alles besser. -  Ich verrate Euch was, wer so denkt, der sollte dringend aufhören mit jammern. Irgendjemand hat mir mal gesagt: love it, change it or leave it. - Und obwohl dieser jemand der größte Depp des Universums ist...mit diesem Satz trifft er ins Schwarze. Und vielleicht musste ich diesen Menschen damals nur kennen lernen um diesen Satz zu hören.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Beziehungen der neuen Zeit – wie die Menschen versuchen sich eine vernunftbasierende Realität aufzubauen

Mit dem Zitat "Menschen sehen nur, was sie bereit sind zu sehen..."  traf  R.W. Emerson glaube ich so richtig ins Schwarze.  Der bereits 1882 verstorbene Philosoph scheint mir bereits damals den richtigen Blick gehabt zu haben für das Wesentliche.
Wenn die Menschen wirklich sehen würden was ist, wäre es glaube ich für viele die ich kenne eine mittlere bis größere Lebenskatastrophe. Und wenn manche wüßten, was ich als Außenstehende sehe, würden sie mich gar nicht kennen wollen.
Was ist nur los in dieser Welt in der Menschen mit so wenig Respekt und Achtsamkeit miteinander umgehen?
In beruflichen als auch in privaten Beziehungen scheint es als wären die Menschen blind füreinander. So sitzt man in Meetings mit bis zu zwanzig Personen und redet um ein Thema herum um an Ende herauszufinden dass man gar nicht mehr weiß was das Thema denn nun war. Da aber die Zeit bereits um ist vereinbart man ein nächstes Meeting eine Woche später mit genau dem gleichen Ablauf. Manchmal frage ich mich schon, was machen wir hier eigentlich den ganzen Tag. Wofür bekommen wir Geld? Für’s im Kreis reden? Ja, es sieht so aus. Andere wiederum fliegen von München nach Frankfurt weiter nach Amsterdam nach Hinterkuckucksheim um drei Tage später über Nimmerland wieder zurück nach München zu kommen um zwischen Hinterkuckucksheim und Nimmerland ein Meeting durchzuführen bei dem sich wieder alles nur im Kreis dreht.
Wie finanziert sich sowas eigentlich und wie kann sich sowas wirtschaftlich in stabiler Lage halten ohne dass wir Hilfe beim EWF beantragen? Ich kenne inzwischen sehr viele Firmen, aber ich kenne nicht eine einzige Firma in der es anders läuft. Ich kenne nur einen Chef der anders denkt und das ist in der Firma in der ich gerade sitze. Und vielleicht ist das ein Anfang.
Ebenso führt man privat Beziehungen die schon lange nicht mehr so sind wie sie sein sollten. Man hat im Prinzip schon eine Entscheidung gefällt aber um sie umzusetzen müsste man ja von diesem bisherigen  Bild, welches man von sich und der Welt hat, abkommen. Man müsste erkennen wie es wirklich ist und sich womöglich eingestehen, dass man damit nicht so zufrieden ist wie man vorgibt. Da dies unter Umständen ein sehr traumatisches Ereignis ist, schützt uns unser Hirn dadurch, dass wir nur sehen was wir sehen wollen. Erst nach und  nach lösen sich die Blickfelder auf, manchmal. Einige machen Ihr Leben lang so weiter. - Man geht so lange durch die Hölle bis man gelernt hat, wie es geht. Dabei kann es so sehr einfach sein, zufrieden durchs Leben zu gehen.
Wenn man die Wirklichkeit einfach annehmen würde, so wie sie ist, wenn man sie richtig und bewusst wahrnehmen würde, wenn man sich die Zeit nehmen würde, in sich selber hinein zu hören, dann würde einem alles so klar vor Augen werden.
„Wir würden sehen, dass das, wovon wir denken, dass es nicht hätte geschehen sollen, geschehen musste. Es musste geschehen, weil es geschehen ist und kein Denken in der Welt kann dies ändern. Das heißt nicht, dass wir es dulden oder gutheißen. Es bedeutet lediglich, die Dinge ohne Widerstand und ohne die Verwirrung von innerer Abwehr zu sehen…“…“Wir würden erfahren, dass die Wirklichkeit gut ist, genau so, wie sie ist, Hören wir auf, uns der Wirklichkeit zu widersetzen, dann wird unser Handeln einfach, fließend, freundlich und angstlos...“ [1]
Doch für viele ist das noch ein weiter Weg und bis dahin, sehen viele nur das was sie sehen wollen. Sie hangeln sich durch mit den wenigen guten Punkten mit denen sie im Moment zufrieden sind. Dann gehts wieder für drei oder vier Wochen. Und was soll ich sagen, wenn es jemand gerne hat, sich auf Arbeit unter Druck setzen zu lassen anstatt mit Freude zu arbeiten und zwar das was man tun will anstatt dem, was man muss, dann muss man ihn lassen. Dann ist der Leidensdruck noch nicht groß genug.
Und wenn sich Menschen in einer Beziehung gegenseitig anlügen und betrügen, sie aber nur sehen was sie sehen wollen, nämlich dass sie vom jeweils anderen denken, dass er sowas nie tun würde, obwohl die Realtiät ganz anders ist, dann ist für diese Menschen diese Beziehung doch mehr als perfekt. Oder nicht?

Sie leben in ihrer eigenen kleinen Welt. Und dann ist es doch eigentlich auch egal, ob sie sich gegenseitig verletzen denn offensichtlich leiden sie gerne. Und wenn ich lieber leide weil ich zu faul bin auszuziehen weil ich woanders vielleicht ein wenig mehr Miete zahlen muss, oder ich meinen Kindern lieber mit einem qualvollen und gespielten Lächeln anstatt mit einem ehrlichen Lachen im Gesicht gegenüber trete, dann ist der Leidensdruck noch nicht groß genug.
Nur wenn Menschen anfangen aufzuwachen, wenn sie dabei sind Ihre Blickrichtung zu ändern, wenn sie anfangen zu hinterfragen, warum und weshalb solle ich das tun obwohl ich es doch gar nicht will. Wenn man anfängt zu überlegen ob man auch gute Eltern sein kann wenn man den Partner eben nicht wie gehofft bis ans Lebensende liebt, dann wird es interessant. Die Frage ist nur, ob sie dazu bereit sind oder ob sie noch ein drittes oder viertes Mal durch die Hölle wollen.
Ich bin amüsiert darüber dies derzeit fast überall zu beobachten. Und ich bin dankbar dafür, dass ich schon viel Zeit mit bereits „aufgewachten“ Menschen verbringen darf. Und ich kann allen anderen sagen, es lebt sich so sehr viel leichter.


[1] Aus „The Work“ von Byron Kathie

Schwarzbraune Nachtgedanken


Wenn man am Rande des Schwarzwaldes wohnt fühlt man sich eigentlich sicher und aufgehoben.

Im Kreise naiver und nur Ihre eigene Meinung akzeptierender Schwarzwaldbauern kann einem groß nichts passieren. Nur wenn die eigene Meinung nicht der Mehrheit entspricht wird es kompliziert.

Noch gefährlicher wird es wenn man den auch am Rande des Schwarzwaldes bestehenden Randgruppen begegnet und das möglicherweise nicht einmal beabsichtigt. Es scheint faszinierend wie sie einzelne Personen rauspicken können und wiedererkennen können. Es ist fast wie Hypnose wenn sie einen bezirzen, und man hat im ersten Augenblick nicht den Anflug von Gedanken, dass diese Menschen äußerst rechts statt neutral orientiert sind. Wie gut, dass ich gelernt habe auf meinen Bauch zu hören, denn auch hier, am gefühlten Ende der Welt, ist die schwarzbraune Fraktion gut vertreten. Keiner sagt was, man will sich ja nicht wehren und womöglich Schlägereien anfangen. Dafür ist der Schwarzwaldbauer zu scheu, oder selber zu rechts eingestellt. Stattdessen veranstaltet man Schweigemärsche, ich bin mir nicht sicher, ob Schweigen immer die richtige Antwort ist. Ich glaube viel mehr Menschen als wir denken haben diese schwarzbraune Einstellung. Bedeutet Schweigen nicht eigentlich Zustimmung? -

Wie auch immer, ich stimme nicht zu, ich habe zu viele ausländische Freunde von denen ich mich nur ungern trennen würde. Ebenso vertrete ich die Meinung, dass ein tolerantes, achtsames miteinander leben die gesamte Menschheit schneller und besser voran bringt als eine menschenverachtende und gewalttätige Einstellung.

„Menschen, die Ihre Schwachsinnsideale mit Gewalt durchsetzen wollen, nur weil in ihrem Kopf gähnende Leere herrscht“, dafür habe ich kein Verständnis und kann, beim besten Willen, auch keines dafür aufbringen. Egal wie bittersüß das Lächeln meines schwarzbraunen Gegenübers war.

Warum also manche Seelen in solch einen Menschen mit dieser Einstellung reinkarnieren müssen ist mir ein Rätsel. Ich bin der Hoffnung, dass es gute Seelen sind, welche die schwarzbraune Gruppe unterwandern um sie irgendwann zu bekehren. Wäre es nicht toll wenn aus schwarzbraun Regenbogen- und Kristallkinder hervorgehen würden. Da würde so mancher aus diesem Verein dumm gucken und wer weiß, vielleicht hat es schon begonnen. – Was für eine lustige und auch schöne Vorstellung, zumindest für den farbigen Teil der Bevölkerung.

Samstag, 24. März 2012

Warum sind eigentlich so viele Menschen unzufrieden?

heute Nachmittag habe ich mir für eine Stunde von meinem Schreibtisch getrennt um in der Sonne ein Eis zu essen. Schon lange nicht mehr war ein Eis so gut...mit so viel Sonne und mit so viel guter Laune.

Zeitgleich verstehe ich die Welt nicht mehr wenn ich sehe wieviele Menschen um mich so unzufrieden sind, mit Ihrem Job, mit Ihrer Beziehung, mit Ihrer Familie. Und am meisten Angst macht es mir, dass es Menschen sind, die doch alles haben. Vor allem hat doch jeder von uns die Freiheit selbst zu entscheiden ob er glücklich sein will im Leben oder nicht. Gott, manche würd ich grad echt gerne schütteln und rütteln und sagen he.....wach auf....hör auf mit Träumen und lebe endlich Deine Träume. Aber das geht nunmal leider nicht. Es gibt Versprechen die man gegeben hat, es gibt Verantwortung die man übernehmen muss, es gibt so viele Dinge. Und dennoch....was nutzt das wenn man nicht glücklich ist?

Ich mein ich hab ja selbst ein riesen Chaos im Job zum Beispiel. Aber ich kämpfe, für das was ich will und es ist mir egal wie oft ich den Job wechsle und wie die anderen darüber denken. Es ist mein Leben und dieses Leben habe ich vermutlich nur ein einziges Mal und dann hab ich doch das Recht glücklich zu sein und frei entscheiden zu können was ich mache. - Weshalb verbringen dann so viele Menschen ihr Leben in dieser Wartestellung? Auf was warten die? Auf besseres Wetter? - Was tun die wenn sie morgen sterben? Bedauern, dass sie gewartet haben? Ich für meinen Teil weiß, dass ich in manchen Dingen viel zu lange gewartet habe, aber ich kann das nicht mehr ändern. Ich kann aber aufhören mit bedauern und endlich mein Ding machen. - Und siehe da, auf einmal gehts. Wenn man sich einmal traut, dann isses als hätte man nie zuvor etwas anderes gemacht und gedacht. Und die nächsten Wochen werde ich mich auch nur mit positiven Menschen verbringen, weil ich alles andere gerade nicht mehr hören kann und will. Jetzt bin ich dran und wenn ich mein nächstes Ziel erreicht habe, dann hab ich wieder ein Ohr für andere.

Ich finde es unglaublich. Ich mein ich hab für viele Dinge auch viel Zeit gebraucht und nun habe ich mich ganz bewußt dafür entschieden, auf der Gewinnerseite zu stehen. Und das was ich will, das bekomme ich auch, weil ich so lange darauf hingearbeitet habe. Und wie hat mir erst neulich jemand gesagt: man muss einfach nur dran glauben! - Just do it!

Freitag, 23. März 2012

Jetzt...ist alles Gut!

Mein lieber Freund,

ich habe mir so lange überlegt was ich sagen werde. Ich habe die Worte mit Bedacht und Achtsamkeit ausgewählt. Ich bin mit so viel Mut den ganzen Weg gefahren, immer mit dem Wissen was ich sagen will. Ich war mir so sicher, dass wir einem Traum hinterherjagen, einer Seifenblase, die platzt sobald ich Dich ein zweites Mal sehe.

Ich warte...wie schon so oft im Leben aber diese halbe Stunde noch zu warten, das war es Wert. Das war die schwerste und die schönste halbe Stunde in meinem Leben, das war Angst, Freude und Wahnsinn in einem. Es hat mich Wahnsinnig gemacht.

Manchmal ist es nichtig, was man plant, was man sich für Worte parat gelegt hat, über Jahre. Manchmal ist es unwichtig wieviele Stunden man überlegt hat und wieviel Stunden man auf der Autobahn verbracht hat.

Manchmal gibt es eben Dinge, die nicht zu erklären sind die nicht in Worte zu fassen sind, da zählt einfach nur der Augenblick.

Es gab nichts zu sagen, an diesem Nachmittag. Mir fehlten die Worte weil es mir den Atem geraubt hat, weil nichts Sinn gemacht hätte. Es ergibt keinen Sinn sich Vorwürfe zu machen und es ergibt keinen Sinn darüber nachzudenken was sein könnte wenn. Es gab nichts außer der drei Worte die so unendlich leicht über die Lippen kommen wenn sie ehrlich sind. Wie Du mich anschaust, wenn ich weg schaue, wie ungläubig Du geschaut hast. Aber ja, es ist real. Und es wird auch noch in weiteren sieben Jahren so sein.

Du und ich, das ist als wenn zwei Sterne aneinander prallen und ein neues Universum entsteht. Und das wird immer so sein, daran wird sich nichts ändern. Du bist ein Teil von mir und ich von Dir.  Und es ist egal ob wir zusammen sind oder nicht. Ich habe gelernt, dass man auch lieben kann auf eine andere, sehr kostbare Art und Weise und seit gestern bin ich noch dankbarer dafür. Es tut nicht mehr weh es tut gut, es nimmt nicht, es gibt, es ist anders als es jemals mit einem anderen Menschen sein wird.

Um kein Geld der Welt will ich Dich aus meinem Leben streichen, egal wie schmerzhaft es manchmal war, so überwiegt doch das Gefühl des Glücks und das Überwältigt sein von dieser Energie und der endlosen Freude so etwas erleben zu dürfen was so vielen Anderen verschlossen bleibt.

Was es ist ... hast Du gefragt... ja, was ist es wohl? In jedem Fall nichts mehr, wovor ich Angst habe.

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es gibt keine Beschreibung dafür! - Vielleicht kommt unsere Zeit wirklich noch und wenn nicht in diesem, dann sicher in einem anderen Leben.

Verzeih, dass ich nicht warte, verzeih, dass es mir gut geht, denn ich habe gelernt damit umzugehen und ich bin heute noch dankbarer dafür als ich es je zuvor war. Es verändert das Leben.

Was ich mir wünsche...was ich mir wünsche für Dich ist, dass Du wieder lachen kannst. Dass Deine Traurigkeit und Deine Zweifel an Deiner jetzten Situation ein Ende haben. Dass Du dein Innerstes nach außen tragen kannst, dass Du wieder Du bist, dass es Dir wieder gut geht. Nimm Dir alle Zeit der Welt, aber werde verdammt nochmal wieder glücklich.

Was ich mir wünsche für mich, dass ich die Ruhe und Gelassenheit, die ich jetzt wieder habe in meinem Leben zu schätzen weiß. Dass ich aufhöre andere zu verletzen nur weil ich nicht wußte was mich so planlos durchs Leben hetzen lässt. Das auch andere mir verzeihen können und dass ich meinen Weg gehen werde, mit dieser Leichtigkeit die alles soviel einfacher macht.

Was ich mir wünsche für uns, dass wir nie den Kontakt abbrechen, dass wir uns nie mehr gegenseitig verletzen und, dass wir achtsam miteinander umgehen. Dass wir zu schätzen wissen was das ist und ja, ich wünschte, dass andere Menschen genau so empfinden könnten.


Du und ich, das ist das, was man Leben nennt!

Du gibst alles, wenn Du gibst
Du verlierst Dich, wenn Du liebst
Wenn mich Deine Hand berührt,
und ich Deine Wärme spür,
dann weiss ich was auch geschieht,
es wird gut,
so bist Du
Du verlangst oft viel von mir,
doch ich spür die Kraft in Dir
und weiss, Du verlangst nie mehr als Du gibst
so bist Du
Du sagst immer was Du denkst,
und die Liebe, die Du schenkst
ist so zärtlich und so gut und so tief
so bist Du
Und wenn ich geh, dann geht nur ein Teil von mir
und gehst Du, bleibt Deine Wärme hier
Und wenn ich schlaf, dann schläft nur ein Teil von mir
und der andere träumt mit Dir
Und wenn ich sterb, dann stirbt nur ein Teil von mir
und stirbst Du, bleibt Deine Liebe hier
Und wenn ich wein, dann weint nur ein Teil von mir
und der andere lacht mit Dir

Sonntag, 26. Februar 2012

Die beste Freund(in)

ich bin allein, meine beste Freundin hat seit zwei Tagen das Land verlassen und kaum ist sie weg richte ich hier schon wieder Chaos an. Zugegeben gutes Chaos aber irgendwie ist es blöd jetzt über vier Wochen via Email und Chat zu tratschen...

...es ist nämlich so, dass Frauen über alles reden. Also wenn ich schreibe über alles, dann ist es so. Und nein, wir analysieren nicht nur, wir reden darüber. Also wir tratschen es auch nicht weiter es bleibt schon über uns, aber zwischen uns wird es bis ins kleinste Detail ausdiskutiert. Am besten bei einem Glas Prosecco. Arbeit, Famile,... Männer, den neuen den Ex über die Ex vom Ex über die neue vom Ex.

Natürlich kann man nicht mit jeder Freundin über alles reden aber es gibt immer eine beste Freundin mit der man über sehr viel reden kann. So wird die neue Arbeitsstelle bis in die hintereste Ecke des neuen Büros auseinandergenommen und die neuen Kollegen von allen Seiten unter die Lupe genommen. Dick, dünn, dumm, schlau, Zicke, nette Kollegen alles wird ausdiskutiert. Auch über den Sinn und Unsinn von Zeit die verplembert wird im Leben. Und ja, wir reden auch über Männer, über alles...über das Aussehen über den Charakter über die Macken über sein Grübchen am Kinn, über sein Schnarchen in der Nacht. Ob er uns zu dick oder zu dünn findet ob er gut küssen kann oder nicht. Über die Größe gewisser Körperteile und ja...die Größe spielt eine Rolle. Wir reden über guten und schlechten Sex und darüber wie man die Beziehung am Besten beendet oder wann man sich nach dem ersten Date das nächste Mal wieder meldet. Sie ist da wenn es einem schlecht geht und da, wenn man etwas feiern kann.

Aber am Schönsten ist es, wenn man sich neues erzählen kann, ein neuer Job, ein neuer Mann, ein neues Date eine neue Geschichte und am Unschönsten ist es wenn die beste Freundin dann nicht da ist. Ganz egal ob es eine lange Geschichte ist oder eine kurze, man kann es zu zweit einfach viel besser teilen. Man kann sich gemeinsam mit der besten Freundin freuen oder mit ihr weinen.

Natürlich gibt es auch noch andere Freunde aber nur die aller beste Freundin...versteht was ein Paul ist. Manchmal ist die beste Freundin auch ein Mann, der einem dann wiederum erklärt wie Männer ticken, was, wie ich feststellen muss, manchmal sehr hilfreich sein kann.

Seit gestern wird mir bewußt wie viele Dinge im Leben doch Zeit brauchen und das Zeit so ziemlich das kostbarste und wichtigste ist was wir Menschen haben. Man sollte sie nicht unbedacht verplembern. Man muss sich Zeit nehmen im Leben, um zu Leben und um es zu genießen um Spaß zu haben um später nicht einmal die verpassten Chancen zu vermissen... und am Schönsten ist es, die beste Freund(in) daran teilhaben zu lassen.

Dienstag, 24. Januar 2012

Von Energieräubern und Déjà-vus

es gibt für mich drei Arten von Menschen. Die erste strahlt eine überdimensionale Energie aus. Diese Menschen sind mit sich und der Welt sowas von zufrieden, bzw. sind zufrieden mit dem was ist, dass es wirklich beneidenswert ist. Alles geht Ihnen leicht von der Hand und an jedem Tag ist der Himmel blau. Davon kenne ich zur Zeit nicht wirklich viele. Drei an der Zahl wobei eine Person davon es vielleicht gar nicht weiß.

Die zweite Art von Menschen sind die, die eine so dermaßen negative Energie ausstrahlen, dass man das Gefühl hat in Ihrer Umgebung wird es eiskalt. Diese Menschen sind mit sich und der Welt sowas von unzufrieden, dass es unfassbar ist. Es ist nicht nur eine depressive Phase die jeder von uns im Leben mal hat, die aber nach ein paar Monate vorbei ist, sondern es ist Konstant über ein Jahr hinweg so. Nichts ist gut genug, nichts ist schlecht genug, der Himmel ist grundsätzlich grau und alles könnte immer besser sein als es ist. Die Frage geht es Dir gut, dient grundsätzlich nur dazu, um eine Gegenfrage zu erzwingen auf welche man dann erläutern kann wie schrecklich gerade wieder alles ist. Wenn man diesen Menschen begegnet, docken sie sich an einen an und saugen einem alle Energie die man noch hat, ab. Dann wundern sie sich, dass es Freunden und Partnern auch mal schlecht geht. Kein Wunder wenn sie alle Energie absaugen. Sicherlich merken diese Menschen nicht was sie tun, es ist unglaublich und raubt einem die Nerven, die gute Laune und den nächtlichen Schlaf. Diese Menschen haben keine Distanz mehr zu sich und zur Welt oder zu Ihren Problemen. Sie stehen mitten drin, in Ihrer Unzufriedenheit und sind somit auch unfähig zu handeln. Auch Außenstehende haben keine Chance irgendwas zu bewegen. Was helfen könnte weiß niemand, die Meisten versuchen es mit davon laufen, faszinierend. Sind es doch genau diese Menschen, die einem immer sagen, dass es woanders auch nicht besser ist. Und dann reicht noch nicht mal das Weglaufen es ist trotzdem alles schlimm.

Was fehlt ist die eigene Sicht von außen: Nicht nur Ihr habt es schwer mit Eurer Welt und Umwelt...sondern die Welt und Euer Umfeld...hat es verdammt schwer mit Euch! Davon kenne ich einige und ich habe zur Zeit zwar viel Energie aber ich werde diese nicht für Euch einsetzen. Ich habe mich auch dazu entschieden, den sozialpsychiatrischen Dienst anzurufen, wenn mir die nächsten Tage noch einmal jemand mit .... ich will nicht mehr Leben oder so was kommt. Aufgrund meiner Aus- und Weiterbildung und dem beruflichen Ziel, dass ich verfolge, bin ich dazu verpflichtet und solche Aussagen, lassen mir keine andere Wahl. Jeder von uns, hat das Recht sein Leben zu beenden wenn er es möchte, aber ich werde keinen bemitleiden. Ich kann auch keinem Menschen einen Rat geben. Ich kann zuhören - nur, die meisten reden nicht und ich bemitleide keinen...bis er redet. Man hat immer die Wahl...man muss nur anfangen mal einen Schritt zur Seite zu machen um die Sache aus einer anderen Perspektive zu sehen. Dass das nicht einfach ist und weh tut, dass weiß ich...aber man überlebt es, wenn man will.

Die dritte Art von Menschen ist schlichtweg neutral. Sie strahlen nicht viel aus, der Energiehaushalt ist ausgeglichen. Sie sind zum großen Teil zufrieden manchmal auch nicht, aber sie tun dann was dagegen. Davon kenn ich zur Zeit eine Person, die auch noch aufrichtig und ehrlich und davor habe ich einen heiden Respekt.

Ich selbst weiß nicht so genau wo ich stehe. Negativ bin nur noch selten sagen mir Außenstehende, aber ich bin auch nicht jeden Tag Hypergutdrauf...vielleicht auf einem guten Weg dahin. Und ich bemerke, es geht vieles sehr viel einfacher wenn man es auf verschiede Arten betrachtet und in vielen Dingen verzeiht...sich selber in aller erster Linie. Und wenn man mit guten Gedanken an eine Sache ran geht...dann gelingt sie auch.

Und dann gibt es Energiemenschen, die man noch nicht einordnen kann, weil man den Menschen noch nicht kennt und irgendwie schon zu lange und zu gut kennt. In- und auswendig kennt, als weiß man genau was er denkt und fühlt und man weiß auch ganz genau was als nächstes kommt. Es ist ein kompletter Film...der da gestreamt wird. Man hängt da quasi sofort drin ohne zu wissen wie und warum. Und das versteht keiner, der nicht weiß von was ich schreibe. Als wäre es eine alte Seele.

Dienstag, 17. Januar 2012

Singleschwarzwaldrandgedanken

noch während dem heutigen Lernabend habe ich endlich Wasser in den Behälter gefüllt, in dem ein Frosch aus Plastik sitzt und der sich nun in einen Traumprinzen verwandeln soll. Nach ca. 30 Minuten schauen wir wie gebannt auf den Plastikbecher und da steht nun ein kleines Männchen... und ich frage mich: ist das Paul?

Abende ohne Telefongespräche mit einem Paul fangen bereits jetzt an langweilig zu werden. Es ist als würde was fehlen. Ich frage mich, ob ich nun kurz davor bin irre zu werden, was am Rande des Schwarzwalds ganz ganz schnell gehen kann. Und ich glaube wenn man anfängt Telefongespräche zu vermissen, dann ist man kurz davor.

Wenn man sich in Stimmen verlieben könnte wäre es bereits um mich geschehen. Was mich bisher davon abhält weiter zu sinnen ist, dass ich ja gesagt hab ich bin für alles offen im neuen Jahr. Stuttgart, München, Südtirol...aber muss es jetzt gerade im Augenblick die Stadt sein, die mit "Ruhrpottromantik" wirbt? - 

Ich starre wieder auf meinen kleinen Prinzen im Becher und denke...ich schlafe noch ein paar Nächte drüber...bis ich mich entscheide ob ich den Rande des Schwarzwaldes für ein Wochenende verlassen will...um einen neuen Paul kennen zu lernen.


Donnerstag, 12. Januar 2012

Traditionelle Fasnet...oder...warum die Leute auf der Baar zum Lachen in den Keller gehen...

es ist wieder soweit, seit dem 6. Januar sind die Menschen hier in der Stadt außer Rand und Band und auf den kleinen Dörfern drum herum isses noch viel Schlimmer. Mit dem traditionellen Häsabstauben beginnt jedes Jahr die schwäbisch-allemannische Fasnet und was soll ich sagen, das Grauen in der Stadt.

Zugegeben kann ich selber mit dieser Tradition wenig bis gar nichts anfangen. Lediglich am Schmotzigen mach ich mich mit meiner Freundin auf den Weg und stürze mich in das wahnwitzige Getümmel und bin jedes Mal wieder froh wenn ich zu Hause bin. Und manchmal, aber nur manchmal tu ich mir ein Umzug an...aber nur zugucken und am liebsten da, wo es noch traditionsreich ist. Das liegt wohl daran, dass ich einfach einmal eine Überdosis dieser Tradition abbekommen habe und seitdem irgendwie keine Lust mehr habe per Knopfdruck lustig zu sein. Überhaupt ist es so, dass ich keine fünf Tage extra im Jahr brauche um Spass zu haben. Die Leute hier, am Rande des Schwarzwaldes brauchen das, es scheint sogar fast überlebenswichtig zu sein. Wenn ich mir anschaue wer hier alles aktiv an der Fasnet beteiligt ist und gar noch im Verein sich rumtreibt, dann erklärt sich mir vieles. Wenn ich so frustriert und nur von mir selbst überzeugt durchs Leben wandeln würde wie so mancher Firmenchef hier, dann is klar, dass man minimum fünf Tage extra im Jahr braucht im Narrenverein: zum Saufen und zum Poppen. Ich mein, wenn ich mir die zugespachtelten Ehefrauen von denen anschaue wundert es mich wiederum nicht warum man diese fünf Tage braucht...

Obwohl es manch ein Firmenchef hier im Städle ja auch so unterm Jahr schafft. Dazu gehören so die drei bekanntesten Firmen im Städtle und auch eine kleine Druckerei, ist ganz vorne an der Spitze mit dabei. Und dann gibt es natürlich noch die ganz kleinen Geschäftsführer, die meinen sie müssten es den großen nachmachen so kleine Händler, die davon träumen bald die ganze Welt zu beliefern und wenn die Frau da nicht spurt, dann nimmt man auf der Messe halt die beste Freundin. Manchmal frag ich mich schon ob die Herren da so gar nix im Kopf haben und vor allem würde es mich ja mal interessieren ob die Ehefrauen tatsächlich so miese Eheverträge abgeschlossen haben, dass sie das so ertragen. Auf der Anderen Seite weiß ich aus Erfahrung, dass Frauen da einfach cleverer sind und so manch einer sollte sich lieber Fragen: sieht mein Kind mir wirklich ähnlich?

Tja und all diese gefrusteten Menschen, egal ob Mann oder Frau treffen dann an diesen fünf Tagen aufeinander und dann gehts rund. Es ist faszinierend, was Alkohol aus Menschen macht. Ich frag mich schon warum Menschen gerade dann so richtig aus sich raus gehen können und sonst das ganze Jahr verklemmt zu Hause rumsitzen. Vermutlich weil alle gleich betrunken und somit gleich übel ausssehen. Weil alle gleich nach Alkohol stinken und weil man sich unterm Häs so schön verstecken kann, den Ruf nicht verlieren kann und endlich mal so richtig die Sau raus lassen kann.

Traditionsreiche Fasnet, so wie sie sein sollte, das ist hier fast unbekannt. Die Zunft schafft es nicht mal g'scheite Besenwirtschaften zu organisieren. Den eigentlichen Brauch der Fasnet kennt hier fast keiner mehr. Die Alten noch ja, aber den Brauchtum weitergeben...das kann hier keiner nur die Sauferei.

Zusammenfasst ist es schon so, dass die Leute hier so verkniffen sind, dass sie unterm Jahr zum Lachen in den Keller gehen, aber an der Fasnet poppen sie schier auf der Straße. Nur wenn man sich dann mal ein Späßchen zwischen drin erlaubt über die hohen Herren der Stadt...dann ist Schluß mit lustig, denn über sich selber Lachen...das kann von denen keiner.

In diesem Sinne Narri Narro!

Mittwoch, 11. Januar 2012

Lustige Abende mit sich allein und dem Schwäbisch

Gestern hat sich mein Notebook von mir verabschiedet. Ganz langsam hat es zuerst das Display ausgeschaltet und sich dann ins Nirvana verabschiedet. Ich war entsetzt...obwohl ich alle Daten auf zwei externen Platten gespeichert habe kann es sich doch nicht einfach so ausschalten. Um so überraschender war es heute Morgen, als das Notebook ohne Beanstandungen wieder anging...verhext! Hoffentlich bleibt es so denn ich habe ein paar Schreibideen und möchte meinen geplanten Skiurlaub ungern gegen ein neues "Kästle" eintauschen.

Nach dem Abend heute, der mir ein nettes Abendessen aber kein Ich-Schwebe-Im -Siebten Himmel-Gefühl vermittelt hat, sitze ich wieder auf meinem maisgelben Etwas und denke, irgendwie bringt mich hier bald alles zur Verzweiflung. Das Einzige was mich hält ist, dass ab Donnerstag das Wetter schön werden soll, und Paul....

Paul ist die Stimme auf einem Anrufbeantworter und Paul ist der, dessen Finger in so einem Wochenblatt eine Anzeige aufgegeben haben. Paul hat ein gutes Alter, sucht keine Frösche und hat überraschender Weise eine unverschämt gute Stimme auf dem Anrufbeantworter. Ich bin ein bißchen perplex weil ich so was noch nie gemacht habe und ich es ja irgendwie ein bißchen krank finde. Die Anzeige habe ich entdeckt, als ich bei meiner Cousine auf dem Sofa gelümmelt habe und seitdem steckt sie in meinem Geldbeutel.

Nach diesem komischen Date heute Abend und der gesamten Zusammenfassung der letzten Monate hat sich meine Einstellung geändert. Als Single darf man vor neuen Taten nicht zurückschrecken. Ein neues Jahr erfordert neue Taten und wer nicht wagt der nicht gewinnt. Ich hab die so vieles so satt. Datingbörsen zum Beispiel, wo die Menschen meinen man kann die Liebe im Katalog kaufen. Es funktioniert auch nicht, wenn man sich schon seit Jahren kennt, auf einmal die große Liebe draus machen zu wollen. Wenn es bisher nicht gefunkt hat, dann wird es das auch weiterhin nicht...da hilft auch kein Feuerzeug. Ganz schlimm sind sms von der Ex vorlesen und ich hasse den Spruch, der heute Abend wieder kam und den ich von Männern am häufigsten in den letzten Wochen, Monaten und Jahren gehört habe und der meine persönliche Top Ten Liste der Killersprüche für Dates anführt: "Jeder hat sein Päckchen zu tragen" (auf schwäbisch: jedr hed sei päckle zdrage...) - Ganz ehrlich...wenn ihr es nicht tragen wollt, dann lasst es doch einfach, es läuft sich ohnehin viel bequemer ohne Ballast! Sowas beim ersten Date geht gar net und auch beim zweiten net und auch beim dritten net. Denn das heißt einfach, dass ihr nicht frei seid in eurem Kopf. Ich kenne genug Leute, die wirklich Ballast zu tragen haben und die haben den Spruch noch nicht einmal über die Lippen gebracht...nein...die tun was...für sich und gegen den Ballast.

Weiterhin möchte ich mich nicht in Sachen verennen die offensichtlich keine Zukunft haben außer guten Sex. Wobei man sowas ja schon mal eine zeitlang genießen kann. Besonders gutes Küssen kann man genießen und da ich weiß wo man gute Küsse bekommt...hab ich es da heute Abend gar nicht daruf ankommen lassen. Schon gar nicht nach dem Päckle Spruch. Wie auch immer, ich muss nicht eine Beziehung haben, was nicht heißt, dass ich meine Zeit bis zum Richtigen unnutz rumsitzen muss. Überhaupt...muss ich gar nix...außer sterben und sterben darf man! Der Spruch ist auch dumm und irgendwie originell und stammt von einer Freundin.

Nun ja, wie ich diese Anzeige dann nochmals zu Hause las, fiel mir auf: he, der schreibt so, wie ich das als auch schreiben würde. Und da steht auch nix von Päckle oder Exfreundin hängt mir noch am Hals oder so was. Und solche Abende wie heute nach so komischen Treffen...die zwingen einen ja quasi gerade dazu. Also hab ich da angerufen und war wie gesagt sehr überrascht von der Stimme. Ich mag norddeutsche Stimmen und ich mag nicht dieses Schwabengehaxel wie hier, wo kein Mensch versteht was der Bauer nun meint und wo ich schon im Vorstellungsgespräch drei mal nachfragen muss: Wie bitte? (vielleicht erklärt das warum es mit dem Job noch so zäh vorrangeht...Sprachprobleme...)

Ich mag generell Menschen, welche die hochdeutsche Sprache beherrschen, auch wenn sie Schwabe sind. Das zeugt von" ich bin aufgeschlossen, auch Menschen aus anderen Bundesländern gegenüber." Erst heute habe ich mir wieder schwarz auf weiß bestätigen lassen, dass die Firmen hier nur Menschen aus dem Umkreis suchen. Also als nicht gebürtiger Urururschwabe wirds echt schwer hier. Das gibt mir als gebürtige Schwäbin natürlich Hoffnung und ich frage mich ob ich das direkt in den Lebenslauf einfügen soll "SCHWÄBIN - GEBÜRTIG!"...vielleicht ist das der Eintritt in die nächste Bauernfirma. Aber so wie es aussieht übe ich für das nächste Gespräch erst mal schweizerdeutsch und sollte daher aufhören mit Lästern...

Zurück zu Paul...ich hab ihm also eine Nachricht hinterlassen...allein schon die Idee bei sowas anzurufen scheint mir irre und irgendwie finde ich es lustig. Entweder er ruft zurück oder nicht und wenn nicht, so konnte ich mich wenigstens einer bezaubernden Stimme erfreuen. Je mehr ich darüber nachdenke um so besser finde ich das. Viel besser als unnötiges Chatroomgeschwafel in womöglich noch schwäbischer Lautschrift.

Bis ich das nächste Mal aufs Telefon gucken kann wird eh Zeit vergehen. Meine ehrenamtliche Tätigkeit ruft. Na das wird was geben. Ich bin gespannt und freue mich...auf das Neue und auf hoffentlich weniger Päckle-Menschen. Eher auf...ich hab mein Päckle verloren und vermiss es gar nicht - Menschen.

Und genau jetzt in diesem Augenblick...hab ich ne Idee...na dann schlaf ich mal drüber :-D

Samstag, 31. Dezember 2011

Der letzte Tag im Jahr.. (ein Résumé)

...zieht sich wie ein langer schon längst fest gekauter Kaugummi. Ich wünschte wir wären in Samoa und es wäre schon Januar. Überhaupt haben die den 30.12. einfach aus dem Kalender gestrichen, hätten wir auch machen können, wenn's nach mir ginge, erst recht den 29.

Ich betrachte meinen blauen Fleck der sich vom Ansatz meiner rechten Pobacke nach unten auf den Oberschenkel zieht und denke wieder, dass diese letzten drei Tage in diesem Jahr völlig überflüssig sind und waren. Auch die Hoffnung, dass ein Raumschiff kommt und mich mitnimmt habe ich aufgegeben. Möglicherweise ändert sich dies wieder mit der Anzahl der leergetrunkenen Sektgläser im Laufe des kommenden abends.

Summiere ich die Anzahl meiner diesjährigen Arbeitgeber zusammen mit der Anzahl meiner männlichen Bekanntschaften wird mir unweigerlich klar...irgendwas läuft schief. Entweder lastet auf mir ein Fluch oder ich bin einfach zu ehrlich für diese Welt. Und trotzdem habe ich für mich alles richtig gemacht. Mich nicht abhängig gemacht von Dingen hinter denen ich nicht stehe und mich auf nichts eingelassen wo keine Gefühle vorhanden waren.

Trotz allem war es insgesamt kein schlechtes Jahr und ich bin gespannt was kommt. Zu wissen welche Firma hier die meisten Steuern hinterzieht, welcher Geschäftsführer seine Frau  mit wem betrügt, und wie unsere Arbeitsagentur mit dubiosen Kosten Geld schiebt, hat es irgendwie auch interessant gemacht.

Es wäre es schön erst mal noch hier zu bleiben hier einen Job zu finden, auf der Anderen Seite ist diese Bauerei hier bald auch nicht mehr zu ertragen. Diese Stadt in weiteren 5Jahren...und nichts, aber auch gar nichts hätte sich verändert. Vielleicht ist es an der Zeit für was ganz Neues. Mal sehen wo ich lande. Was die Idee einer ehrenamtlichen Tätigkeit angeht...das hab ich heute schon erledigt, es gibt ja schließlich noch mehr Institutionen die jemanden suchen. So als Richtlinie ist klar, ich bin für alles offen. - Zunächst mal für das leckere Raclette in gemütlich Runde mit Freunden.